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Vernetzte Fertigung

Stimmen aus der Branche

Raphaël Prati, Leitung Marketing und Kommunikation der Biesse Group; Federico Broccoli, Wood/Sales Division Director der Biesse Group; Arno Sturm, Geschäftsführer von 3Tec und Andreas Bischoff, Geschäftsführer von Ima Klessmann.

05.04.2017
Prati

möbelfertigung: Warum ist das Thema Vernetzte Fertigung so wichtig?

Raphaël Prati: "Im Handwerksektor, in dem unsere Kunden tätig sind, ist gerade etwas im Gange, das von vielen als die vierte industrielle Revolution bezeichnet wird. Eine Revolution, die das Ziel hat, die großen Stückzahlen einer Serienfertigung mit der Individualität und dem Wert des Handwerks zu kombinieren. In einer Welt, in der nur gewinnen kann, wer Individualität und Qualität zu immer geringeren Kosten anbietet, wird die Fabrik digital: Die Maschinen kommunizieren miteinander über Automationssysteme und Kommunikationsprogramme, die in der Lage sind, das Produkt zu visualisieren, zu simulieren und zu testen, noch bevor es gefertigt wurde.

Die Biesse Group stellt sich mit der Entwicklung von leistungsstarken Lösungen, die in der Lage sind, 'digitale' Fabriken 4.0 entstehen zu lassen, konkret in den Dienst der vierten industriellen Revolution."

Broccoli

Federico Broccoli: "Für uns ist 4.0 nicht nur eine Zahl, die die sogenannte neue industrielle Revolution darstellt, sondern eine echte Verpflichtung gegenüber unseren Kunden. Dank unserer '4.0-ready'-Technologien können sie ein ganz neues Level der Effizienz erreichen. Es ist für unsere Kunden von entscheidender Bedeutung, auf einem zunehmend globalen Markt konkurrenzfähig zu bleiben. Dafür bieten wir die notwendigen Technologien sowohl den mittelständischen als auch kleineren Unternehmen."

Sturm

Arno Sturm: "Die vernetzte Fertigung ist für uns gelebte Wirklichkeit. Unsere Kunden (hauptsächlich aus Deutschland, Westeuropa und Nordamerika) setzen auf Automatisierung und moderne Datenmanagement-Systeme (durchgängiger Datenfluss vom Kundenauftrag bis zur Maschine). Vorreiter waren die Küchenindustrie, welche seit Jahrzehnten in Losgröße 1 fertigt. Anschließend kamen die Büromöbelbauer, welche sich immer mehr zu Losgröße-1-Herstellern entwickeln. Mittlerweile haben auch die Ladenbauer diesen Trend erkannt und befinden sich in der Umsetzung."

Bischoff

Andreas Bischoff: "Die zunehmende Individualisierung und Variantenvielfalt in der Möbelbranche – insbesondere in der Küchenmöbelindustrie, zunehmend jedoch auch in der Bad- und Büromöbelbranche – erfordert eine große Vielfalt der Herstellungs- und Bearbeitungsprozesse mit geringer Fehleranfälligkeit. Zudem sind kurze Lieferzeiten gefragt. Diese Anforderungen sind nur noch mittels digitalisierter, hochvernetzter Fertigung realisierbar. Eine solche Fertigung beginnt häufig bereits bei der Recherche des Endkunden im Internet und erfordert qualifiziertes Fachpersonal mit einer hohen Lösungskompetenz im Maschinenbau und in der Konzeption integrierter Anlagen."

möbelfertigung: Was zeigt Ihr Unternehmen zu diesem Messeschwerpunkt auf der LIGNA 2017?

Raphaël Prati: "Thinkforward" ist die Fähigkeit von Biesse, Innovation durch integrierte, komplexe und dennoch benutzerfreundliche Lösungen zu schaffen. Um auf diese Weise besser, mehr und zu niedrigeren Kosten zu produzieren. Es ist motivierend, nach vorne zu blicken, um zu verstehen, welche Weichen heute schon gestellt werden müssen. 'Thinkforward' ist auch das Konzept unseres Messestands bei der ,Ligna‘: 5.000 Quadratmeter voll mit technologischen Innovationen, auf denen der Besucher entdecken kann, wie die digitale Fabrik die Art zu produzieren verändern kann. Es werden über 40 Lösungen sein, die wir vorführbereit ausstellen. Willkommen sind uns alle Arten an Fertigungsbetrieben: Von Großunternehmen mit hohem Produktionsvolumen über jene Firmen, die Tausende jeweils unterschiedliche Produkte entsprechend den individuellen Anforderungen der Kunden erzeugen müssen, bis hin zu Kleinunternehmen, die oft die typischen Kennzeichen von Handwerksbetrieben aufweisen und sich dank der 4.0-bereiten Lösungen von Biesse in echte 'smart factories‘' verwandeln können."

Arno Sturm: "Die vernetzte Fertigung ist unser Lieferthema. Mit unseren MES-Systemen und der Automatisierung für die Möbelindustrie sind wir mittlerweile Marktführer. Der Markt wächst ständig. Als wir vor 20 Jahren in diesem Segment gestartet sind, haben wir die Entwicklung kommen sehen. Aus drei Gründern sind heute 67 Ingenieure geworden und das Wachstum wird momentan nur durch den Fachkräftemangel gebremst. Wir demonstrieren auf der LIGNA anhand praktischer Beispiele, wie kleine und große Hersteller mit unseren Lieferungen die Möbelproduktion der Zukunft gestalten."

Andreas Bischoff: "Ima begegnet den Herausforderungen der vernetzten Fertigung mit dem Zusammenschluss mit Schelling zur Ima Schelling Group und dem Aufbau der beiden neuen strategischen Geschäftsbereiche 'Anlagensteuerung' und 'Robotik'. Entsprechend präsentieren wir auf der LIGNA 2017 gemeinsam eine vollverkettete, vollautomatisierte Losgröße-1-Anlage, bei der erstmals auch eine Ima-Anlagensteuerung zum Einsatz kommt. ISG präsentiert sich damit nachdrücklich als Anlagenbauer für Gesamtlösungen aus einer Hand. Zudem präsentieren sich die beiden neuen Geschäftsbereiche jeweils mit eigenen Infopoints auf der Messe."

BIESSE GROUP auf der LIGNA

Auf der LIGNA 2017 konnten Sie BIESSE GROUP direkt vor Ort erleben und sich die neuesten Produkte und Services live präsentieren lassen. mehr

3TEC automation auf der LIGNA

Auf der LIGNA 2017 konnten Sie 3TEC automation direkt vor Ort erleben und sich die neuesten Produkte und Services live präsentieren lassen. mehr

IMA Klessmann auf der LIGNA

Auf der LIGNA 2017 konnten Sie IMA Klessmann direkt vor Ort erleben und sich die neuesten Produkte und Services live präsentieren lassen. mehr

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