Das Wirkungsprinzip des Waldes, auf der alle genannten Nutzeffekte letzten Endes aufbauen, ist der chemisch-physikalische Prozess der Photosynthese, bei dem – grob vereinfacht ausgedrückt – der Baum mit Hilfe des Blattgrüns (Chlorophyll) und unter Einwirkung von Sonnenenergie CO2 in Stärke und Sauerstoff umwandelt. Während der Sauerstoff als Gas abgegeben wird, entsteht aus den Bausteinen der Stärke der Energieträger Holz.
Bislang war man sich einig, dass dieser natürliche Prozess allen technischen Verfahren zur Umwandlung von Sonnenenergie in Nutzenergie überlegen sei. Zu einem völlig überraschenden Ergebnis kam aber eine erst vor kurzem von einem interdisziplinären Team amerikanischer Forscher durchgeführte wissenschaftliche Studie. Diese behauptet, dass die moderne Photovoltaik der Photosynthese der Pflanzen an Effizienz überlegen ist.
Damit die Effizienz einigermaßen vergleichbar wurde, stellten die Wissenschaftler der Photosynthese eine Kombination aus einer Solarzelle mit einer nachgeschalteten Elektrolyse gegenüber. Hierbei findet nämlich ebenfalls eine chemische Aufspaltung (Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff) statt, die eine ähnliche Menge Energie benötigt, wie der chemische Spaltvorgang in der Photosynthese.