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LIGNA 2021, 10. - 14. Mai
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Umweltschutz

Auf dem Holzweg: Beim Klimaschutz führt er zum Ziel!

Die Bioökonomie, Fokusthema der LIGNA 2021, setzt statt auf fossile, mineralische Rohstoffe auf erneuerbare Ressourcen. Wie der Baustoff Holz als Alternative zu Zement und Stahl dafür sorgen kann, dass Gebäude zu einer globalen CO2-Senke werden, beschreibt das PIK mit einer aktuellen Studie.

05.02.2020
Häuser_aus_Holz
Häuser aus Holz

Das renommierte Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, in der ganzen Welt als PIK bekannt, erörtert mit einer aktuellen Meldung eine Materialrevolution, die im Städtebau Zement und Stahl durch Holz ersetzt. Denn dies könne laut einer Studie eines internationalen Teams von Wissenschaftlern einen doppelten Nutzen für die Klimastabilisierung haben: Zum einen ließen sich mit einer solchen Materialrevolution Treibhausgasemissionen aus der Zement- und Stahlproduktion vermeiden, zum anderen würden Gebäude in eine Kohlenstoffsenke verwandelt, da im Bauholz das von den Bäumen zuvor aus der Luft aufgenommene und in ihren Stämmen eingelagerte CO2 gespeichert wird. Die Autoren der Studie betonen jedoch, dass eine solche Materialrevolution eine sehr sorgfältige, nachhaltige Waldbewirtschaftung erfordert.

"Verstädterung und Bevölkerungswachstum werden eine enorme Nachfrage nach dem Bau neuer Gebäude für Wohnen und Gewerbe schaffen - daher wird die Produktion von Zement und Stahl eine Hauptquelle von Treibhausgasen bleiben, wenn wir nicht handeln", erklärt Galina Churkina als Hauptautorin der aktuellen Studie. Churkina, die sowohl der Yale School of Forestry and Environmental Studies in den USA als auch dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung in Deutschland (PIK) angehört, skizziert, wie dieses Handeln im Sinne des Klimaschutzes aussehen sollte: "Diese Risiken für das globale Klimasystem können aber in ein wirksames Mittel zur Eindämmung des Klimawandels verwandelt werden, wenn wir den Einsatz von technisch verarbeitetem Holz - engineered wood - im weltweiten Bausektor stark steigern. Unsere Analyse zeigt, dass dieses Potenzial unter zwei Bedingungen realisiert werden kann. Erstens: Die geernteten Wälder werden nachhaltig bewirtschaftet. Zweitens: Das Holz aus dem Abriss von Gebäuden wird weiterverwendet." Und Hans Joachim Schellnhuber, Ko-Autor der Studie und emeritierter Direktor des PIK, ergänzt: "Bäume bieten uns eine Technologie von beispielloser Perfektion. Sie entziehen unserer Atmosphäre CO2 und wandeln es in Sauerstoff zum Atmen und in Kohlenstoff im Baumstamm um, den wir nutzen können. Ich kann mir keine sicherere Art der Kohlenstoffspeicherung vorstellen. Die Menschheit hat Holz für viele Jahrhunderte für Bauwerke genutzt, doch jetzt geht es angesichts der Herausforderung der Klimastabilisierung um eine völlig neue Größenordnung. Wenn wir das Holz zu modernen Baumaterialien verarbeiten und die Ernte und das Bauen klug managen, können wir Menschen uns ein sicheres Zuhause auf der Erde bauen."

Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) (D-14473 Potsdam)
Website: https://www.pik-potsdam.de/pik-startseite

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